Im dritten Anlauf drinbleiben
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Fußballer vor der Saison: Der Klassenerhalt in der Hessenliga hat für den SV Unter-Flockenbach höchste Priorität. Vorbereitung und Transfers versprühen Optimismus.
Von Nicolai Lehnort
Unter-Flockenbach. Der SV Unter-Flockenbach nimmt den dritten Anlauf. Zweimal hatten die Odenwälder den Klassenerhalt in der Fußball-Hessenliga angepeilt, zweimal blieb es beim kurzen Gastspiel im hessischen Oberhaus. Mal waren gruselige 110 Gegentreffer, mal die magere Ausbeute auf fremden Plätzen ausschlaggebend. Gefehlt haben beide Male aber nur eine Handvoll Punkte, um einem der bis zu fünf Abstiegsränge zu entgehen.
Lukas Cambeis ist optimistisch, dass sein Team diesmal über dem Strich landet. „Zum einen, weil einige Spieler die Erfahrung Hessenliga jetzt schon einmal gemacht haben“, verweist der Trainer auf zehn Spieler im aktuellen Kader, die beim Abstieg 2025 schon dabei waren. „Zum anderen wächst unsere noch Mannschaft immer weiter. Sie sind noch jung und wollen etwas erreichen.“ Mit Erfahrung, Ehrgeiz und einer gesund Portion Mut soll die Mission Klassenerhalt diesmal gelingen.
Denn Bus parken ist nicht in Unter-Flockenbach. Auch als Abstiegskandidat, zu denen der SVU mit im Vergleich zur Verbandsliga nahezu unverändertem Etat zählt, will Cambeis das dominante Spiel aus der Meistersaison fortsetzen. „Mir ist es wichtig, dass wir einen aktiven und mutigen Fußball spielen“, kündigt der Trainer einen Ansatz aus hohem Pressing und Intensität an. In „nur wenigen Spielen“ soll es etwas passiver zugehen. Eine Vorgehensweise, die sich in den vergangenen Wochen bewährt hat.
Mit Oberligisten mitgehalten
Da hat der SVU in Testspielen gegen die drei Oberligisten Wormatia Worms (1:3), Mühlhausen (4:4) und Pirmasens (3:5) gezeigt, dass er in der neuen Spielklasse mithalten kann. „Wir waren in jedem Spiel mindestens auf Augenhöhe“, bilanziert Cambeis, die Anzahl der Gegentore zeigt aber auch: „Fehler werden härter bestraft als noch in der Verbandsliga.“ Ein Fokus lag in der am Dienstag mit dem Testspiel bei Landesligist FV Brühl (4:0) zu Ende gegangenen Vorbereitung, mit der sich der Trainer rückblickend „sehr zufrieden“ zeigt, daher auf der Abwehrarbeit.
Dort hat sich der ehemalige U16-Nationalspieler Nico Neukirch als einer der neun Neuzugänge hervorgetan. Der in der Jugend von Mainz 05 ausgebildete 20-Jährige ist auf der Sechs und in der Dreierkette variabel einsetzbar. Auch wie schnell sich der gleichaltrige Lennox Schmitt im offensiven Mittelfeld etabliert hat, dürfte für Außenstehende überraschen. „Ich wusste aber, was mich erwartet und was ich an ihm habe“, sagt Cambeis über seinen ehemaligen Schützling bei der TSG Weinheim. Überhaupt zieht der Coach nach seiner ersten Sommertransferperiode seit dem Amtsantritt im August 2025, in der er die Mannschaft nach seinen Möglichkeiten umbauen konnte, eine erfreuliche Bilanz: „Wir haben eine Gruppe beisammen, die in der Breite besser ist als letzte Saison und auch charakterlich einen super Eindruck macht.“
Im Gegensatz zu vielen seiner Spieler wird das Auswärtsspiel zum Auftakt bei Rot-Weiss Walldorf, wo es am 2. August (Sonntag, 15.30 Uhr) beim Ex-Verein von Neukirch und dem ebenfalls Neuen Aymen Belachemi zum Wiedersehen mit dem abgewanderten Luca Kaiser kommt, die Hessenliga-Premiere für den Trainer des SVU. Gespielt hat Cambeis vor einer schweren Knieverletzung einst zwar in der Regionalliga für die U23 des Karlsruher SC, auf Trainerebene war die Verbandsliga bislang aber die höchste Spielklasse für den 34-Jährigen. Das hessische Oberhaus erwartet Cambeis „sehr ausgeglichen“ und rechnet oben wie unten mit Überraschungen. Klassische Konkurrenz um den Ligaverbleib dürften neben den Aufsteigern Rot-Weiß Hadamar und Hessen Kassel II auch der CSC Kassel sein.
Zweite Pokalrunde ist das Ziel
Der Klassenerhalt genießt obere Priorität, daneben peilt der SVU den Titel-Hattrick im Kreispokal und den erstmaligen Einzug in die zweite Runde im Hessenpokal an. Beim ehemaligen Verbandsliga-Konkurrenten Rot-Weiß Darmstadt steht am Sonntag (26. Juli, 15 Uhr) der Pflichtspielauftakt an. Nach einem 3:3 in der Hinrunde schlug Unter-Flockenbach den Verbandsliga-Achten im April 5:1. Aufgrund namhafter Neuzugänge erwartet Cambeis dennoch „kein einfaches Spiel“.
Bis zu vier neue Namen kündigt der Trainer derweil in seiner Elf für Sonntag an. Aufgestellt wird die aber von den Co-Trainern Daniel Limonciello und Philipp Müller, weil Cambeis im Urlaub weilt. Während eine Doppelspitze um Linus Hebling und Neuzugang Marlon Ludwig noch zur Debatte steht, ist Neukirch in der Defensive gesetzt. Auch zwischen den Pfosten wird mit Mauritius Schönig ein neuer Mann stehen. Der Ex-Darmstädter darf in den Pokalspielen ran, während Timo Ulpins wie schon in der vergangenen Rückrunde das Vertrauen in der Liga erhält. „Weil er mit dem Ball am Fuß und in Sachen Ausstrahlung und Ruhe einen Tick besser ist“, begründet der Trainer seine Entscheidung. Max Heckhoff und Aron Unrath fallen nach Verletzungen noch aus, Fabio Lo Porto ist wegen Muskelproblemen fraglich. Zwei Akteure muss das Trainerteam damit aus dem Kader streichen – „was gut ist“, freut sich Cambeis über die vielen Optionen. Auch die Breite soll in Unter-Flockenbach dafür sorgen, dass in dieser Saison aller guten Dinge drei sind.
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Fußball: SV Unter-Flockenbach III ist optimistisch.
Unter-Flockenbach. Die Sommerpause kommt für Felix Dalichow genau zum richtigen Zeitpunkt. „Dann kommt unsere Tochter auf die Welt“, freut sich der Trainer des SV Unter-Flockenbach III. Auch sportlich blickt er optimistisch auf die kommende Saison in der Fußball-Kreisliga B.
Bis auf Nico Kreß bleibt der Kader zusammen. Mit Manuel Holz von der TSG Lützelsachsen steht bereits ein Neuzugang fest, weitere Verstärkungen sind in Aussicht. „Es wird ein guter Mittelweg zwischen Erfahrung und jungen Wilden“, sagt Dalichow.
Nach Platz fünf und Platz sechs in den beiden Jahren nach dem Aufstieg sieht der Coach seine Mannschaft auf einem guten Weg. Nun gehe es darum, mehr Konstanz in die Leistungen zu bringen und sich weiter in der B-Liga zu etablieren. „Die Jungs haben das Potenzial dazu“, betont er.
Vor allem die vermeidbaren Niederlagen der vergangenen Saison ärgern den Trainer noch. Gemeinsam mit seinem Trainerteam will er über klare Spielprinzipien und feste Abläufe eine Basis schaffen, auf die sich die Mannschaft verlassen kann. „Wir werden in der Vorbereitung viel arbeiten“, kündigt Dalichow an.
Langfristig möchte der Coach den Blick länger nach oben richten können. Mehr Spannung und Motivation im Saisonendspurt seien das Ziel. Die Voraussetzungen dafür stimmen aus seiner Sicht. „Die dritte Mannschaft wird vom Verein hervorragend unterstützt. Auf so einer Basis lässt sich toll arbeiten.“
Ein Selbstläufer werde die kommende Runde allerdings nicht. Dalichow rechnet mit einer noch stärkeren Liga, da sich mehrere Mannschaften verstärkt haben und starke Teams nachrücken. „Das wird eine brutal starke B-Klasse“, sagt er. tom
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Fußballer vor der Saison: Von Platz 14 bis Rang fünf – der Aufwärtstrend des SV Unter-Flockenbach II hält seit Jahren an. Jetzt soll der nächste Sprung gelingen.
Von Nicolai Lehnort
Unter-Flockenbach. Der Weg des SV Unter-Flockenbach II ist vorgezeichnet. Jahr für Jahr arbeitet sich die Zweitvertretung seit dem Aufstieg in die Fußball-Kreisoberliga ein Stück weiter nach oben in der Tabelle. Angefangen 2020 mit dem Klassenerhalt und Platz 14, über den zehnten Rang vier Jahre später, beendeten die kleinen Flockies die vergangene Spielzeit auf Rang fünf. Da ist die Zielstellung des Vereins für die neue Saison so logisch wie konsequent: Top Fünf.
Dazu gehören auch die Aufstiegsränge, von denen den SVU II zuletzt neun Punkte getrennt hatten. „Die Möglichkeit ist definitiv da“, bestätigt Trainer Melvin Schmitt den Blick auf die Plätze eins und zwei und ergänzt: „Wir sind sicher für eine Überraschung gut.“ Manch ein Trainerkollege hält das gar für erwartbar, zählt den Unterbau des SVU mit zum Favoritenkreis. Wofür es gute Gründe gibt.
Kaum Fluktuation
Mit einer für eine Zweitvertretung ungewöhnlichen Kontinuität gelingt es den Odenwäldern, Jahr für Jahr den Großteil des Kaders zusammenzuhalten. Mit Joel Adamek (FC Fürth) und Luca Kress (FC Alsbach) gibt es auch in diesem Sommer nur zwei Abgänge, denen zwei Zugänge gegenüberstehen: Maurizio und Gianluca Müller sind von Ligakonkurrent KSG Mitlechtern gekommen. „Die beiden zu uns zu holen, war schon seit Jahren der Wunsch des Vereins“, verrät Schmitt, der dem Duo vom ersten Tag an höchstes Engagement attestiert und gute Chancen auf die Startelf einräumt.
Bei der Auswahl dafür hat der Trainer die Qual der Wahl: 27 Mann umfasst der Kader. Und sicher wird er an Spieltagen regelmäßig mit Spielern aus der Hessenliga-Mannschaft aufgefüllt, die drei Ligen tiefer Spielpraxis sammeln sollen. Das führt zu einem Domino-Effekt. Keine 20 Akteure hat nämlich der SV Unter-Flockenbach III in der B-Liga zur Verfügung. Wiederum zwei Spielklassen tiefer geht es damit regelmäßig auch für Teile des Kreisoberliga-Teams.
Torhüter und Kapitän fällt aus
An den Wochenenden vorerst nur Zuschauer ist hingegen Dominik Urbanek. Das SVU-Urgestein zwischen den Pfosten hat sich im letzten Testspiel gegen Landesligist TSG Lützelsachsen am Samstag (3:0) den Daumen gebrochen und fällt mindestens sechs Wochen aus. Verteidiger Jan Mayer übernimmt in der Zeit das Kapitänsamt. Den Kampf um die neue Nummer eins machen derweil Sebastian Kempf und Artur Kovis unter sich aus, der nach seinem Rückzug aus der ersten weiter für die zweite Mannschaft bereitsteht. Noch länger warten, muss Yannick Sielmann. Nach seinem Patellasehnenriss im November beschränkt sich der eigentlich spielende Co-Trainer noch bis zur Winterpause auf seine Coaching-Rolle.
Dabei fokussierte sich das Team um Schmitt, das mit Yannick Cezane neben Raffael Schmitt nun einen weiteren Spieler in der Doppelfunktion als sportlichen Leiter beinhaltet, in den vergangenen Wochen unter anderem auf das Offensivspiel. „Gegen tiefstehende Mannschaften hatten wir Probleme, spielerische Lösungen zu finden“, war eine von Schmitts Erkenntnissen der abgelaufenen Spielzeit. Die Ergebnisse verdeutlichen es: Die beiden Gruppenliga-Aufsteiger aus Lorsch hat der SVU zwar jeweils einmal geschlagen, gegen Einhausen, Biblis oder Lindenfels/Winterkasten hingegen ließ man aber Punkte liegen – allesamt Teams aus der unteren Tabellenhälfte. „Das müssen wir in diesem Jahr ablegen“, gibt der Trainer den Weg vor, um das Saisonziel zu erreichen.
Zwei frühe Wegweiser
Ob das Team von Melvin Schmitt erneut zu den Spitzenteams der Liga zählt, wird sich früh herauskristallisieren. Nach dem Heimauftakt gegen den Sechsten der Vorsaison, Alemannia Groß-Rohrheim (Sonntag, 2. August, 15 Uhr), warten mit der SG Unter-Abtsteinach und Lörzenbach/Mitlechtern zwei Schwergewichte. Das ist ganz im Sinne des Trainers, der von „einem Auftaktprogramm, bei dem wir gleich voll da sein müssen“, spricht. Mit Groß-Rohrheim hat der SVU nach einer 0:4-Heimpackung im März zudem noch eine Rechnung offen.
Ob SGU, Bürstadt oder die neue Spielgemeinschaft aus Lörzenbach/Mitlechtern: Auf der Rechnung sollten sie die kleinen Flockies allemal haben. Denn die Rechnung ist ja klar: Der SV Unter-Flockenbach II klettert Jahr für Jahr hinauf.
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Fußball: Unter-Flockenbacher Trainer Dalio Memic muss nach zahlreichen Abgängen elf Neuzugänge in die Mannschaft des Verbandsligisten einbauen.
Von Stefan Jünger
Unter-Flockenbach. Als der große Topfavorit der Fußball-Verbandsliga Süd betrachtet die Konkurrenz den SV Unter-Flockenbach. Dessen Trainer Dalio Memic weist diese Rolle aber von sich. „Es ist klar, dass wir als Hessenliga-Absteiger hoch gehandelt werden, aber wir haben durch die elf Neuzugänge einen Umbruch in der Mannschaft, da müssen wir uns erst einmal selbst finden in der neuen Liga. Deshalb sehe ich uns noch nicht bei den Favoriten“, unterstreicht er.
Immerhin ist der Abstieg aus der höchsten hessischen Liga beim SVU inzwischen abgehakt. „Wir haben einiges aus der Vorsaison gelernt, das nehmen wir auch mit, aber wir haben aufgearbeitet, was gut war und was weniger gut war – und jetzt starten wir wieder bei Null“, erklärt der Trainer: „Das ist kein Thema mehr.“
Mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung ist Memic weitgehend zufrieden. „Die Jungs ziehen gut mit, wobei die bisherigen Trainingseinheiten sehr anspruchsvoll waren“, beschreibt er die aktuelle Lage. Dabei bedauert er, dass das Team auf zahlreiche Verletzte verzichten muss, wobei diese zum Großteil auch noch aus der vergangenen Saison herrühren. „Das ist trotz des erweiterten Kaders bitter für uns“, sagt er. So wird beispielsweise Torjäger Linus Hebling noch weiter fehlen. Mit Lotfi Graidia, der zu Fortuna Heddesheim gewechselt ist, fehlen „uns 90 Prozent der Tore. Damit muss man erst einmal umgehen.“ Zudem hat jetzt auch noch der torgefährliche Angel Arthee, der in der vergangenen Saison seine ersten Länderspiele für Mauritius bestritten hat, die Talemer verlassen und sich dem Hessenligisten FC Eddersheim angeschlossen.
Dennoch ist die Stimmung gut im Lager der Unter-Flockenbacher. Dafür sorgen auch die zahlreichen Neuzugänge, die bisher durch die Bank weg einen guten Eindruck hinterlassen haben. „Es haben sich alle auf ihre Art und Weise gut präsentiert“, hebt der Coach hervor. Auch wenn er hier eigentlich keinen Spieler herausheben möchte, haben ihm die Auftritte von Simon Katich, der von der TSG 62/09 Weinheim ins Tal gewechselt ist, besonders gut gefallen. „Es hat mich überrascht, wie er sich in diesem jungen Alter schon so abgeklärt zeigt.“ Nach einem etwas holprigen Auftakt mit dem knappen 4:3 gegen den Gruppenliga-Aufsteiger SV Groß-Bieberau haben sich die Testspiele immer besser entwickelt. „Gegen Groß-Bieberau hatten wir nur Ausdauereinheiten hinter uns, deshalb will ich die erste Partie gar nicht bewerten. Danach wurde es von Spiel zu Spiel besser, was auch für das Training galt. Das Highlight war dann der 2:0-Erfolg gegen den Regionalligisten Viktoria Aschaffenburg, das war sehr positiv, gerade auch für die Moral in der Mannschaft“, betont Memic.
Von einer souveränen Vorstellung spricht er zudem von der Begegnung mit dem badischen Verbandsligisten FC Ziegelhausen-Peterstal, der am Dienstagabend mit 3:0 Toren bezwungen wurde. „Wir haben nicht viel zugelassen, was in den vergangenen Jahren unser Manko war. Wir stehen defensiv gut und der Ball läuft nun auch viel besser. Die Jungs sind einfach spielfreudiger, das merkt man der Mannschaft auch an.“
Dennoch gibt sich der Coach im Hinblick auf die neue Runde in der Verbandsliga zurückhaltend. „Bei einem neuen Kader dauert es Wochen, manchmal sogar Monate, bis sich die Mannschaft richtig gefunden hat“, macht er deutlich, dass es noch Zeit braucht, bis sich das Team richtig eingespielt hat. Zudem gibt er zu bedenken, dass es sich um eine ganz junge Truppe handelt: „Auch bei den Neuzugängen ist keiner älter als 24 Jahre. Die Jungs müssen sich erst mal in der neuen Liga zurechtfinden.“
Wenn es um die Frage der Meisterschaftsaspiranten geht, hat Memic vor allem die Spitzenteams aus der vergangenen Saison auf dem Schirm. Dabei nennt er den Tabellendritten Seligenstadt. „Die Sportfreunde wollen unbedingt aufsteigen“, erklärt er. Aber auch die Sportfreunde Bad Homburg haben dank Verstärkungen eine gute Mannschaft, während der SC Dortelweil für Memic ein unangenehmer Gegner ist. „Und es gibt ja immer ein, zwei Überraschungsmannschaften, die dann vorne mitspielen“, fügt der Trainer an und hat dabei die SG Langstadt/Babenhausen im Sinn, die in der Gruppenliga durchmarschiert ist und sich noch einmal weiter verstärkt hat.
Auftakt im Hessenpokal
Der Rundenstart steht am Samstag, 2. August, für den SVU an, Memic ist aber froh, dass eine Woche zuvor schon die Partie der ersten Runde des Hessenpokals stattfindet. Da geht es beim 1. FCA Darmstadt gleich gegen einen Ligakonkurrenten. „Da können wir schon mal testen, wie weit wir sind.“
Am ersten Rundenspieltag erwarten die Talemer dann mit Kickers Offenbach II einen ganz jungen Gegner auf dem Wetzelsberg. „Deshalb testen wir auch noch gegen den SV Waldhof II, weil wir denken, dass die Mannschaft auf demselben Level wie Offenbach ist. Gegen so eine junge, wilde Truppe müssen wir dominant und erfahren auftreten, dann können wir gegen sie bestehen“, gibt er als Marschroute vor.
Eine Woche später kommt es gegen Bad Homburg dann gleich zu einem Härtetest, ehe es danach zum erneuten Aufeinandertreffen mit den Darmstädtern kommt. „Wenn wir die drei Spiele gut bestehen, können wir eine erste Prognose geben, in welche Richtung es gehen kann.“
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Fußball: SV Unter-Flockenbach II verstärkt sich mit dem Fürther. Torjäger Knapp, Moh Amar und drei Talente stoßen ebenfalls hinzu.
Unter-Flockenbach. Zufrieden ist der SV Unter-Flockenbach mit der Weiterentwicklung der zweiten Mannschaft die in der abgelaufenen Saison in der Fußball-Kreisoberliga den siebten Platz belegte. Deshalb gehen alle die Saison 2025/2026 mit „Vorfreude und Euphorie“ an, wie SVU-Manager Rana Nag sagt. Perspektivisch soll weiterhin der Abstand zwischen 1a und 1b-Mannschaft verringert werden. „So ist es nicht nur auf die Verletztenmiseren der vergangenen Saison zurückzuführen, dass doch einige der 1b-Spieler Hessenligaluft schnuppern konnten. Das möchte der Verein auch weiterführen“, sagt Nag.
Fünf Abgänge im Kader
Der Kader bleibt weitgehend zusammen und wird durch hoffnungsvolle Neuzugänge ergänzt. Bei den Abgängen sind mit Tobias Höck und Yannick Brauch zwei Spieler zu benennen, die aufgrund von beruflichen und privaten Verpflichtungen pausieren, also keine echten Abgänge sind. Julius Pressler zieht es zur Amicitia Viernheim und Steven Pecerin zu Starkenburgia Heppenheim. Auch Lukas Somberg möchte den SVU mit unbekanntem Ziel verlassen.
„Natürlich ist es schade, diese Jungs zu verlieren“, bedauert der sportliche Leiter Raffael Schmitt: „Wir hätten sie gerne behalten. Aber wir denken, dass wir das mit den Neuzugängen auffangen können.“ Schmitt hat mit Unterstützung von Özgün Karci in der sportlichen Leitung j gut gearbeitet und Abteilungsleiter Stefan Bretzigheimer ist sehr zufrieden: „Sie haben die Nähe zu den Spielern und wissen genau, wo es fehlt und welchen Ton sie finden müssen. Natürlich sind viele Gespräche notwendig, aber die Jungs haben das toll gemacht.“
Die Neuzugänge können sich sehen lassen. Ganz oben steht beispielsweise der 31-jährige Yannik Sielmann vom FC Fürth. Er wird als spielender Co-Trainer fungieren. „Yannik wollte eigentlich die Co-Trainertätigkeit bei der SG Lindenfels/Winterkasten antreten. Aufgrund von beruflichen Veränderungen musste er aber seine Pläne ändern. Wir sind sehr froh, dass wir ihn deshalb für uns gewinnen konnten“, sagt Özgün Karci. Sielmann war bereits in der Saison 19/20 für den SVU am Ball. Ebenfalls sehr erfahren ist Markus Moh Amar. Der 31-Jährige, der für die SG Unter-Abtsteinach ein Jahr in der Verbandsliga spielte, kommt von Olympia Lorsch. Zuvor war der Mittelfeldspieler für FSG Riedrode, SV Gimbsheim und Sportfreunde Heppenheim in der Gruppen- bzw. Landesliga am Ball – für den SVU ist das ein Sahnehäubchen.
Der 25-jährige David Knapp vom SV/BSC Mörlenbach ist seit Jahren immer ein Garant für Tore. Der Stürmer wird das Offensivspiel der kleinen Flockies deutlich nach vorne treiben. „Wir sind schon seit vielen Jahren mit David in Kontakt, endlich konnten wir ihn für uns überzeugen“, sagt Karci. Von der SG Hemsbach stoßen gleich zwei große Talente mit Lorik Wittmann und Blend Shala zum SVU. Ebenfalls kommt der Bruder vom Erstmannschaftsspieler Marius Kamuff, Jannik Kamuff, vom TSV Sulzbach nach Unter-Flockenbach. „Grundsätzlich sind die Personalplanungen abgeschlossen“ stellt Raffael Schmitt fest, „wir sind noch auf der Suche nach einem weiteren Torwart, das ist nicht so einfach.“
Melvin Schmitt geht in seine erste offizielle Saison als Cheftrainer der zweiten Mannschaft. Bereits in den beiden vergangenen Runden hat er als Co-Trainer fungiert und musste jeweils in der Winterpause als Cheftrainer einspringen. „Er hat die Mannschaft absolut im Griff“, meint Stefan Bretzigheimer. Melvin Schmitt freut sich: „Wir haben eine tolle Truppe zusammen, und wir werden mit Sicherheit die eine oder andere Überraschung landen. Unser Saisonziel ist es in jedem Fall, zwischen Platz drei und sieben zu landen.“ Das Trainerteam wird zunächst Yannick Cezane komplettieren. Der Führungsspieler der 1b hat sich schwer an der Schulter verletzt und muss noch einige Wochen pausieren. Seine Akzeptanz und seine Kompetenz nutzt der Verein, um Cezane nun auch im Trainerteam aufzubauen.
Viel wird erwartet
„Wir sind sehr stolz, dass wir einen Großteil unserer Spieler in der Reserve halten konnten. Das ist nicht normal und zeigt den tollen Mannschaftsgeist, den die Truppe entwickelt hat. Es macht großen Spaß, dieser Mannschaft zuzuschauen. Wir erwarten uns sehr viel von dem Team in der nächsten Saison“, sagt Abteilungsleiter Bretzigheimer. beg

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Fußball: Nach dem souveränen Wiederaufstieg in die Hessenliga will sich der SV Unter-Flockenbach diesmal in der höchsten Spielklasse des HFV etablieren
Von Christopher Frank
Unter-Flockenbach. Die Sonne strahlt am Sonntagmorgen mit den Verantwortlichen des SV Unter-Flockenbach förmlich um die Wette. Nach der wohl erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte – die erste Männermannschaft feierte den direkten Wiederaufstieg in die Hessenliga, die 1c den Aufstieg in die B-Liga, die Damen in ihrer ersten Gruppenliga-Saison die Vizemeisterschaft und die 1b der Männer mit Rang zehn die beste Platzierung seit dem Aufstieg in die Kreisoberliga – ist der Jubel über all die Erfolge bei Uwe Felber (Vorsitzender), Manager Rana Nag und deren Mitstreitern längst der Vorfreude auf die neue Spielzeit gewichen.
Geteilt wird diese positive Stimmung von zahlreichen Vereinsmitgliedern und den Familien einiger Spieler, die den durchaus beschwerlichen Weg auf die Anhöhe hoch über dem Tal an diesem Vormittag auf sich genommen haben, um die (anderen) Spieler, Trainer und das Team hinter den Teams bei der traditionellen Präsentation aller Protagonisten noch besser kennenzulernen. Das entspricht wiederum exakt dem Verständnis, das der SVU seit jeher pflegt und vorlebt. Sowohl die Verantwortlichen als auch die Spieler werden nicht müde, „die große Familie SVU“ hervorzuheben, trotz all der Erfolge ist man im Tal immer noch bestrebt, das Image des Dorfvereins aufrechterhalten.
Saisonstart am Samstag
Diesen Zusammenhalt werde es in der kommenden Saison auch brauchen, ist sich Rana Nag sicher. „Nur gemeinsam können wir unser großes Ziel, den Klassenerhalt in der Hessenliga, erreichen. Wir müssen die Mannschaft und das Trainerteam vom ersten Spieltag an unterstützen“, lautet sein Appell an alle Anwesenden. Denn der Manager weiß: „Bei sechs Absteigern wird das eine Hammeraufgabe. Schon im ersten Spiel in Fernwald am kommenden Samstag erwartet uns die erste große Herausforderung.“ Er selbst stehe aber „zu 100 Prozent hinter der Mannschaft und dem Trainerteam“, gibt Nag die Richtung vor – wohlwissend, dass auch kritische Töne schnell laut werden können, wenn es sportlich nicht mehr ganz so gut läuft. Wovon in der höchsten Spielklasse des Hessischen Fußball-Verbandes auszugehen ist.
111 Tore und 24 Siege wie im Vorjahr werden auf dem Wetzelsberg in der Saison 2024/25 wohl nicht mehr bejubelt werden können – auch wenn die Torhymne eigens für Goalgetter Lotfi Graidia geändert wird, sobald die 100er Marke erneut geknackt wird, wie Kapitän Morris Nag scherzt. Auch die zwei Niederlagen, die die Elf des Trainerduos Nico Hammann/Dalio Memic in der gesamten vergangenen Runde einstecken musste, dürften in der Hessenliga recht bald kassiert sein.
Und dennoch blicken Nag, Engert, Hammann, Memic und alle Spieler der kommenden Runde mit einer Mischung aus der bereits erwähnten Vorfreude und Optimismus entgegen. „Wir haben uns nach dem ersten Hessenliga-Jahr und dem direkten Wiederabstieg vor einem Jahr viele Gedanken gemacht und hoffentlich auch die richtigen Schlüsse gezogen“, nennt Rana Nag den Hauptgrund für die weitverbreitete Zuversicht.
Vier Abgänge, acht Neuzugänge
Der Kader wurde beispielsweise qualitativ und quantitativ noch einmal deutlich aufgewertet. Vier Abgängen (Nils Eckstein, Yannick Ulpins, Fabio Hechler und David Zyprian) stehen insgesamt acht vielversprechende Neuzugänge gegenüber. Mit Florian Butscher, Jens Bundschuh, Lennart Borgenheimer und Ylli Cermjani kommen gleich vier Neue vom einstigen Verbandsliga-Rivalen Eintracht Wald-Michelbach, wobei Cermjani erst in der vergangenen Woche verpflichtet wurde (wir berichteten).
Mindestens über Oberliga-Erfahrung verfügen neben Butscher (zwölf Spiele für die TuS Mechtersheim) und Arif Kilic, der nach seinem Gastspiel beim schleswig-holsteinischen Oberligisten SV Preußen Reinfeld zurück in seine nordbadische Heimat gezogen ist, vor allem Angel Arthee sowie Torhüter Paul Lawall, die beide vom VfR Mannheim nach Unter-Flockenbach gekommen sind. Während Lawall auf 19 Regionalliga-Partien für den FC-Astoria Walldorf zurückblicken kann, bringt Arthee sogar internationale Meriten mit ins Tal: Der 21-Jährige zählt zum erweiterten Kader der mauritischen Nationalmannschaft. „Wir sind stolz wie Bolle, dass wir bald vielleicht sogar einen echten Nationalspieler in unseren Reihen haben“, sagt Rana Nag.
Erstmals im SVU-Dress erscheint am Sonntag überdies der 19 Jahre alte Luca Kaiser, den Nag und Co. erst Ende der vergangenen Woche vom SV Hummetroth losgeeist haben. Der gebürtige Bamberger durchlief die Nachwuchsleistungszentren der Proficlubs SV Darmstadt 98, VfB Stuttgart, TSG Hoffenheim und SV Sandhausen und soll die Offensive der „Flockies“ noch einmal aufwerten.
„Sieht doch gut aus, diese Truppe“, sagt ein sichtlich zufriedener Rana Nag, als sein Blick abschließend noch einmal von Spieler zu Spieler schweift. Ob die Elf dann aber auch die sportlichen Ziele erreichen wird, lässt sich eine Woche vor dem Saisonstart noch nicht sagen. Das weiß auch Spielertrainer Nico Hammann, der betont: „Wir sind etwas holprig in die ersten Testspiele gestartet, haben uns aber zuletzt schon deutlich gesteigert. Wenn es so weitergeht und wir uns weiter kontinuierlich verbessern, sehe ich gute Chancen, dass wir den Klassenerhalt schaffen können.“
Sein Partner Dalio Memic will die Ergebnisse der Testspiele – auch beim jüngsten 2:2 gegen Gruppenligist SV Fürth tat sich der SVU lange schwer – unterdessen nicht überbewerten. „Wichtig ist, dass die Abläufe in der Liga funktionieren. Sie wurden Schritt für Schritt besser, genau hierfür sind Testspiele ja auch da.“
Bundschuh verpasst den Start
Und es spricht sowohl für das Trainerduo als auch für die Spieler, dass sie sich auf den Erfolgen des Vorjahres keinesfalls ausruhen wollen und genau wissen, dass sie ab dem kommenden Samstag noch mal eine Schippe drauflegen müssen. „Wir haben ohne Frage viel Potenzial in dieser Truppe. Uns fehlt aber noch ein bisschen was, an dem wir arbeiten können und auch arbeiten werden“, sagt Jens Bundschuh im Namen aller Teamkameraden. Er selbst wird der Mannschaft in den ersten fünf bis sechs Wochen zwar verletzungsbedingt fehlen, schon am Sonntag ist aber zweifellos zu erkennen, dass er die ihm angedachte Führungsrolle erfüllen will – auf und neben dem Platz.
Wenn dann auch noch die große SVU-Familie, wie von Rana Nag gewünscht, generationenübergreifend fest zusammenhält, könnte es tatsächlich klappen mit dem Klassenerhalt.
111 Treffer und 24 Siege durften die Spieler des SV Unter-Flockenbach in der vergangenen Verbandsliga-Saison bejubeln. Nach dem Wiederaufstieg in die Hessenliga geht es nun einzig und allein um den Klassenerhalt. Archivbild: Fritz Kopetzky
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Fußball: Die Spieler des SV Unter-Flockenbach II streben nach Platz zehn in vergangenen Saison nach höheren Zielen. Noch hat der Aufstieg in die Gruppenliga aber keine Priorität
Unter-Flockenbach. In den vergangenen vier Jahren kämpfte die zweite Mannschaft des SV Unter-Flockenbach trotz aller Bemühungen immer wieder um den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisoberliga. Das war in der vergangenen Saison anders: Schon zur Winterpause hatten die „kleinen Flockies“ mit 29 Punkten zwei Zähler mehr geholt als in der gesamten vorherigen Runde. In der Endabrechnung stand schließlich Platz zehn mit einer weitgehend ausgeglichenen Bilanz und insgesamt 43 Punkten zu Buche, der Vorsprung auf den Elften, SG Reichenbach, betrug stattliche elf Punkte.
Fast schon klar also, dass SVU-Manager Rana Nag von „einer sehr guten letzten Saison“ spricht – obwohl die Trennung von Trainer Alessandro Hoffmann am Fastnachtswochenende kurzzeitig für ein bisschen Wirbel im Tal sorgte. So trat Dirk Sommer aus Solidarität zu Hoffmann als Sportlicher Leiter der zweiten Mannschaft zurück. Doch dem neuen Sportlichen Leiter Özgün Karci, der in dieser Rolle bereits beim SV und FC Fürth tätig gewesen war, und Interimstrainer Melvin Schmitt gelang es rasch, wieder Ruhe ins Team zu bringen. Gleichwohl rückt Schmitt – wie vereinbart – nun wieder ins zweite Glied, fortan assistiert er dem neuen Übungsleiter Roman Tomczyk als spielender Co-Trainer.
Und die Mannschaft? Die hat nach der vielversprechenden Vorsaison sprichwörtlich Blut geleckt, wie den Steckbriefen zu entnehmen ist, die Manager Rana Nag bei der offiziellen Teamvorstellung am Sonntag vorliest. „Besser als letztes Jahr“ wolle man abschneiden, übt sich Melvin Schmitt diesbezüglich fast schon in Bescheidenheit. Doch auch der Co-Spielertrainer präzisiert recht schnell und nennt die „Plätze eins bis fünf“ als internes Ziel. „In der Mannschaft steckt noch unglaublich viel Potenzial“, lobt Schmitt, auch charakterlich gebe es an „den Jungs“ nichts auszusetzen. „Alle haben auch in der Pause individuell an ihrer Fitness gearbeitet. Das spricht für sich.“ Hinzu kommt, da sind sich der Co-Trainer und alle Spieler einig, eine Kameradschaft, die in engen Spielen womöglich ausschlaggebend sein könnte. „Alles super Typen“, bringt es Torhüter Dominik Urbanek auf den Punkt.
Manager Rana Nag will diese Euphorie zwar keineswegs bremsen, doch gibt er zu bedenken: „Für den Aufstieg sind wir noch nicht reif genug. Wir wollen diese junge Mannschaft Schritt für Schritt weiterentwickeln, auf lange Sicht aber natürlich auch die Lücke zwischen der ersten und der zweiten Mannschaft verkleinern.“ Will heißen: Aufgeschoben ist noch längst nicht aufgehoben.
Dafür sprechen auch die sechs Neuzugänge, die allesamt in der Kreisoberliga den nächsten Entwicklungsschritt machen können und auch machen sollen. Niklas Becker ist den Teamkollegen dabei schon einen Schritt voraus, er bringt bereits die Erfahrung aus dem einen oder anderen Verbandsligaspiel für die TSG Weinheim mit. fran
Zugänge: Denis Mulaj, Lionel Guardado-Osmani (beide TSV Aschbach), Niklas Becker (TSG 62/09 Weinheim), Sertac Döner, Julius Pressler (beide Eintracht Wald-Michelbach II), Lukas Somberg (TG Jahn Trösel).
Abgang: Ian Fischer (FC Ober-Abtsteinach).
Trainer: Roman Tomczyk (erste Saison, zuletzt war er in der Saison 2022/23 beim TSV Aschbach tätig). Co-Trainer: Melvin Schmitt (löste als Interimstrainer im Februar Alessandro Hoffmann ab und rückt jetzt wieder ins zweite Glied).
Saisonziel: Oben mitspielen.
Favoriten: FC Fürth, SG Unter-Abtsteinach, Eintracht Bürstadt.
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Der Spielplan hat seine Tücken
Unter-Flockenbach. Der Spielplan in der Fußball-Hessenliga ist draußen – und beim SV Unter-Flockenbach mussten sich die Verantwortlichen nach der Durchsicht erst einmal sortieren. Nach einem Jahr in der Verbandsliga Süd ist für den Aufsteiger die Rückkehr in die Hessenliga zwar kein absolutes Neuland, wie es 2022 noch war, aber dennoch gibt es einige Unbekannte. Und dazu einen, nennen wir es mal unglücklichen Spielplan mit Tücken. In diesem Jahr hat der SV Unter-Flockenbach nämlich 14 Heimspiele, 2025 sind es dann nur noch fünf.
SVU-Manager Rana Nag musste sich auch erst einmal mit dem Spielplan befassen. Fest steht jedoch für ihn: „Wir müssen sofort hundertprozentig reinkommen. Uns bleibt keine Zeit.“ Im ersten Hessenliga-Jahr hielten sich die Unter-Flockenbacher zunächst mit dem Punkten zurück und gerieten dadurch ins Hintertreffen. Die Hypothek war in der Rückrunde nicht mehr aufzuholen, auch wenn es am Ende sogar fast noch gereicht hätte.
Saisonstart bereits am 27. Juli
Aus dem Abstieg will der SVU Lehren ziehen. Und so wurde der Mannschaft zum Trainingsbeginn am Montag noch einmal eingetrichtert, wie wichtig eine gute Vorbereitung und dann der Start sind. Los geht es bereits am Samstag, 27. Juli, mit einem Auswärtsspiel beim FSV Fernwald. Am Samstag, 3. August, kommt der VfB Marburg, bevor es dann zum TSV Stadtallendorf geht. Am Mittwoch, 14. August, gastiert die neu in die Hessenliga eingruppierte U21-Mannschaft des Zweitligisten SV Darmstadt 98. Während die Unter-Flockenbacher die beiden Auswärtsgegner noch kennen, sind Marburg und die kleinen „Lilien“ völlig unbekannte Gegner. Die Heimspiele sollen in der Regel samstags um 15 Uhr ausgetragen werden, damit wie bisher anschließend die Frauenmannschaft des SVU spielen kann.
In der Hessenliga sind in der Saison 2024/2025 19 Mannschaften am Start, eine mehr als bislang. Das liegt an der Aufnahme der Darmstädter. Vor zwei Jahren waren es sogar 20 Mannschaften, wovon vier direkt abstiegen. Neben dem SV Unter-Flockenbach erwischte es auch SV Neuhof, SV Rot-Weiß Hadamar und TSV Steinbach II, der jetzt wie der SVU den sofortigen Wiederaufstieg schaffte. FSV Wolfhagen und TuS Hornau, die sich in der Relegation durchsetzte, sind ebenfalls aufgestiegen. Einen hessischen Absteiger aus der Regionalliga Südwest gab es nicht. Nicht mehr dabei sind Regionalliga-Aufsteiger FC Gießen sowie die Absteiger TuS Dietkirchen, 1. FC Erlensee und Viktoria Griesheim. Türk Gücü Friedberg, KSV Baunatal, FC Bayern Alzenau, SC Hanau, FC Eddersheim, Hünfelder SV, SV Weidenhausen, Rot-Weiß Walldorf, SC Waldgirmes, 1. Hanauer FC und SV Steinbach spielen weiterhin in der Hessenliga.
Am Saisonfinale spielfrei
Letzter Spieltag für den SVU in diesem Jahr ist am 7. Dezember – wieder gegen den FSV Fernwald. Die Winterpause endet am 15. Februar mit dem Spiel beim FC Bayern Alzenau. Am letzten Spieltag der Saison am 31. Mai sind die Unter-Flockenbacher spielfrei. Sie bestreiten ihr letztes Rundenspiel am 24. Mai beim Meisterschaftsfavoriten Türk Gücü Friedberg und können anschließend, sollte es wieder eng werden, nicht mehr in den Kampf um den Klassenerhalt eingreifen.
Doch so weit denkt SVU-Manager Nag erst mal nicht. Der Fokus liegt jetzt auf einer guten Vorbereitung, die war im Aufstiegsjahr nämlich nicht optimal. Zum Trainingsstart waren alle Spieler fit. Die Trainer Dalio Memic und Nico Hammann wünschten sich ein Trainingslager (wie vor zwei Jahren in Edenkoben), was der SVU auch erfüllen kann. Zum Ende der Vorbereitung geht es von Freitag bis Sonntag diesmal nach Bad Hersfeld.
Zwei Spieler werden noch gesucht
Vielleicht sind dann auch zwei Neuzugänge dabei – auch wenn es derzeit etwas still ist. Der SVU testet im Probetraining Spieler, die von Spielerberatern angeboten werden oder von sich aus kommen. Gesucht wird bekanntlich noch ein Stoßstürmer, wie es der ehemalige Torjäger Chris Diefenbach war. Auch einen schnellen offensiven Flügelspieler, die Seite ist das relativ egal, hätten die Unter-Flockenbacher noch gerne verpflichtet. „Wir müssen abwarten und haben ja noch Zeit bis zum 31. August. Vielleicht ergibt sich ja noch etwas“, sagt Nag und denkt dabei an Spieler, die möglicherweise bei ihren Vereinen unzufrieden sind.
Als Neuzugänge stehen bisher der 25-jährige Linksaußen Arif Mete Kilic, der zuletzt in der Oberliga Schleswig-Holstein spielte, Jens Bundschuh, Florian Butscher, Lennart Borgenheimer (alle Eintracht Wald-Michelbach) und Torwart Paul Lawall vom VfR Mannheim fest. beg
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Von Bernd Graber
Unter-Flockenbach. In den vergangenen vier Jahren kämpfte die zweite Mannschaft des SV Unter-Flockenbach trotz aller Bemühungen immer wieder um den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisoberliga. Das ist in dieser Saison anders, denn mit 29 Punkten zur Winterpause hat die Mannschaft von Alessandro Hoffmann (Bild: Archiv) schon zwei Punkte mehr als in der gesamten vergangenen Saison geholt. Der SVU II belegt Platz acht mit acht Siegen, fünf Unentschieden und sechs Niederlagen bei einem Torverhältnis von 39:32. Wir sprachen mit dem 33-jährigen Alessandro Hoffmann, der die Spieler der Verbandsliga-Reserve am 16. Januar wieder ins Training bittet.
Herr Hoffmann, mit Platz acht und schon 15 Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone gibt es endlich mal eine entspannte Runde. Was wird das weitere Ziel sein?
Alessandro Hoffmann: In der Tat läuft die aktuelle Runde deutlich besser als alle anderen, seitdem die zweite Mannschaft des SVU in die Kreisoberliga aufgestiegen ist. Die Mannschaft hat im Sommer noch mal einen Schritt in die richtige Richtung gemacht und hat sich somit den Platz absolut verdient. Ich bin davon überzeugt, wenn die Mannschaft im Winter wieder einen Schritt nach vorne macht, egal wie groß dieser sein wird, werden wir eine entspannte Runde haben. Sollten wir als Mannschaft aber denken, jetzt können wir uns gemütlich zurücklehnen, auf dem bisher Erreichten ausruhen und die eigene Motivation nicht finden, dann wird es noch mal ungemütlich.
Aber das ist eher unwahrscheinlich?
Hoffmann: Ich mache mir tatsächlich wenig Sorgen, da – bis auf drei Ausnahmen – die Mannschaft grundsätzlich immer mit der richtigen Motivation und Engagement in die Spiele gegangen ist. Auch weil wir schon als Mannschaft kurz darüber gesprochen, was wir in der Rückrunde noch erreichen wollen. Zum Beispiel den einstelligen Tabellenplatz zu festigen oder auch eine positive Sieg-Niederlagen-Bilanz zu haben. Die weiteren Rundenziele werden wir während der Vorbereitung noch gemeinsam im Detail definieren. Mir ist es nämlich wichtig, dass nicht nur der Verein, der Sportliche Leiter oder Trainer die Ziele vorgeben, sondern dass die Mannschaft sich selbst Ziele steckt. Das macht die Arbeit auf dem Platz dann grundsätzlich einfacher, da wir dann gemeinsam dieselben Ziele verfolgen und jeder einzelne auf diese Absprache zurückgreifen kann, sollte es mal aus dem Ruder laufen.
Was war gut und was muss besser werden?
Hoffmann: Verfolgt man den gemeinsamen Plan können Ergebnisse wie gegen SG Unter-Abtsteinach (4:1, Anm. d. Red.), Eintracht Bürstadt (2:1) oder auch auswärts gegen Tvgg Lorsch (2:1), wo der SVU, glaube, ich noch nie gepunktet hat, zustande kommen. Das sind alles Beispiele bei der die Mannschaft geschlossen aufgetreten ist und den gemeinsamen Plan verfolgt hat. Das ist besonders für uns wichtig, da wir nicht den einen entscheidenden Spieler haben. Wir können es immer nur als ein Team richten, deshalb benötigen wir einfach diese Geschlossenheit.
Was waren die Ausnahmen, die Sie angesprochen haben?
Hoffmann: Gegen TV Lampertheim (3:3), Sportfreunde Heppenheim (2:4) und beim letzten Spiel in Reichenbach (0:4) haben wir genau diese Geschlossenheit vermissen lassen und konnten auch nicht die richtige Motivation und Engagement ins Spiel mitbringen. Das muss besser werden! Gegen Mannschaften, die eher im Abstiegskampf sind, nicht wie eine launige Diva aufzutreten, sondern besonders bei diesen Spielen diese Extraportion Motivation und Engagement mitzubringen. Insbesondere, weil die Mannschaft es ja selbst weiß, wie solche Spiele laufen, da sie selbst bisher immer im Abstiegskampf war.
Die Torausbeute war in der vergangenen Saison ein Thema?
Hoffmann. Also bezüglich unserer Torausbeute mache ich mir weniger Sorgen. Wir sind zwar weiterhin keine Mannschaft, die dem Gegner regelmäßig vier, fünf, sechs Tore einschenkt, aber wir sind mittlerweile eine Mannschaft, die regelmäßig ihre Tore macht. Wir haben bis auf drei Spiele in jedem Spiel unser Tor erzielt. Wir lassen zwar für meinen Geschmack noch immer zu viel liegen, aber auch in diesem Bereich haben wir einen wichtige Entwicklung genommen, an der wir weiter arbeiten. Hierbei geht es insbesondere darum, den Ball nicht immer über die Linie tragen zu wollen oder noch einen Finte hier und da setzen zu wollen, sondern sich einfach auch mal ein enges Schussfenster zu nehmen. Wir könnten mehr Abschlüsse im Spiel haben, wenn wir überzeugter handeln würden. Vieles im Fußball ist einfacher, wenn man es mit einer gewissen Überzeugung macht und nicht immer wieder darüber nachdenkt, was man gerade tut.
Dafür ist Ihr Team noch jung?
Hoffmann: Ja, das gehört auch zu dem Lernprozess. Das kommt nicht immer von heute auf morgen, sondern da muss man dranbleiben und weiterarbeiten. Das heißt im Training sich die Abschlüsse nehmen – ohne viel Schnickschnack. Hier ist es auch meine Aufgabe, im Training so gut es geht realistische Spielsituationen zu kreieren, damit die Spieler die Trainingserfahrungen ins Spiel mitnehmen können. Das klappt in dieser Saison in allen Bereichen immer besser und die Mannschaft ist deutlich konstanter.
Tut sich personell etwas in der Winterpause?
Hoffmann: Der Sportliche Leiter Dirk Sommer führt mit potenziellen Neuzugängen Gespräche, aber noch ist nichts fix. Lassen wir uns also überraschen. Während der Runde hat uns leider aus beruflichen Gründen unser zweiter Torwart Noah Mahren verlassen. Ich hoffe, dass wir hier im Winter noch nachrüsten können. Ansonsten sollten alle verletzten Spieler zum Vorbereitungsbeginn wieder anwesend sein.
Bleiben Sie ein drittes Jahr als Trainer?
Hoffmann: Das kann ich so noch nicht sagen. Wir haben vereinbart, dass wir uns im Januar zusammensetzen und darüber sprechen werden. Aber wie schon mein Trainerkollege Lucas Oppermann vom FC Fürth in der OZ sagte, aus der Emotion heraus würde auch ich sagen, dass mein Weg beim SVU noch nicht zu Ende ist. Es gibt ein paar Themen, die angesprochen werden müssen, aber das Wichtigste ist, dass am Ende beide Seiten dasselbe Ziel verfolgen und sich dazu auch bekennen.
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Das klare Ziel heisst Hessenliga
Von Christopher Frank
Unter-Flockenbach. Wunschlisten stehen in der Vorweihnachtszeit vor allem bei Kindern und Jugendlichen hoch im Kurs – verbunden mit der Hoffnung, dass die Wünsche bei der Bescherung an den Feiertagen dann auch in Erfüllung gehen. Den Herzenswunsch aller Verantwortlichen beim SV Unter-Flockenbach haben die Spieler des Fußball-Verbandsligisten allerdings schon einige Wochen vor Weihnachten erfüllt: Nach dem unglücklichen Abstieg aus der Hessenliga und dem Ende der 18-jährigen Amtszeit von Trainer Mirko Schneider hat die neu formierte Elf um das Trainerduo Dalio Memic und Nico Hammann schneller zueinandergefunden, als es selbst die Verantwortlichen erwartet hatten. „Ursprünglich ging es ja erst einmal darum, die Mannschaft zu festigen und in der Verbandsliga anzukommen“, blickt Memic zurück.
14 Punkte Vorsprung
Doch vom ersten Spieltag an pflügte das Team um Rückkehrer Morris Nag durch die Südstaffel der Verbandsliga, nach 19 Spieltagen liegt der SVU als unangefochtener Tabellenführer mit der Bilanz von 16 Siegen, zwei Unentschieden und nur einer Niederlage sagenhafte 14 Punkte vor dem Zweiten, SV Pars Neu-Isenburg. Die direkte Rückkehr in die Hessenliga scheint angesichts der Dominanz, die die „Flockis“ in der Vorrunde an den Tag legten, nur noch Formsache zu sein. Auch der Sportliche Leiter, Markus Müller, und Trainer Dalio Memic machen keinen Hehl aus den Ambitionen auf dem Wetzelsberg. „Wir wollen nach der Winterpause frühzeitig die nötigen Siege einfahren, um Planungssicherheit für die nächste Runde zu haben“, sagt Müller. Memic fügt hinzu: „Klar ist es unser Ziel, im Sommer in die Hessenliga zurückzukehren.“
Dass der Trainer mit Blick auf die Vorrunde dennoch nur von einem „fast perfekten Halbjahr“ spricht, liegt vor allem an der ersten Niederlage, die sich der SVU ausgerechnet am letzten Spieltag vor der Winterpause gegen Rot-Weiss Darmstadt einhandelte (1:3). „Ansonsten ist es wirklich sehr gut gelaufen, die Punkteausbeute mit 16 Siegen ist hervorragend“, sagt Memic. Auch die Anzahl der Gegentore (34) ist nach Auffassung des Übungsleiters „etwas zu hoch“ – bei 73 geschossenen Toren aber absolut zu verschmerzen. Wie ehrgeizig die Spieler und das Trainerteam sind, macht Memic mit einer weiteren Aussage deutlich: „Offensiv läuft’s sehr gut. Auch wenn man es kaum glauben mag, hätten es aber eigentlich noch mehr als die 73 geschossenen Tore sein müssen.“
Gewollter Konkurrenzkampf
Dieser Ehrgeiz zeige sich nicht nur in den Spielen, führt Memic aus. „Es ist teilweise schon brutal, mit welcher Intensität die Jungs trainieren. Diese Bereitschaft spiegelte sich dann auch 1:1 in den bisherigen Spielen wider.“ Dem Trainerduo ist dies freilich nur recht, Memic und Hammann heizen den Konkurrenzkampf im 26-Mann-Kader sogar regelrecht an. „Wir rotieren immer. Ich kann mich nicht daran erinnern, in zwei aufeinander folgenden Spielen die gleiche Startelf aufgeboten zu haben. Dass wir trotzdem oder vielleicht auch genau deshalb so gut dastehen, zeigt die Qualität des gesamten Kaders“, sagt Memic. Anfangs sei diese Philosophie noch kritisch beäugt worden, doch der Erfolg gebe dem Duo recht, ist er sich sicher. „So halten wir die Spannung hoch. Jeder kommt auf seine Einsätze, auf der Gegenseite ist keiner gesetzt.“ Und nicht zu vergessen: Der SVU bleibt dadurch unberechenbar.
Auch der Stimmung in der Mannschaft, die im bisherigen Saisonverlauf auch von größeren Verletzungen verschont blieb, schade der Konkurrenzkampf nicht, beteuert Memic. Ganz im Gegenteil: „Da jeder seine Spielminuten bekommt, ist die Stimmung super. Auch die Trainingsbeteiligung ist sehr gut, im Schnitt sind es immer 20 Spieler oder mehr.“
Beispielhaft für den guten Zusammenhalt nennt der Übungsleiter gemeinsame Freizeitaktivitäten – „aktuell sind ein paar Jungs zusammen im Skiurlaub“. Die erste Mannschaft sei diesbezüglich auch ein Spiegelbild des gesamten Vereins, der für „sozialen Zusammenhalt“ stehe und den Spielern und Trainern ein „familiäres Umfeld“ biete, befindet der SVU-Coach. „Die drei Männer-Mannschaften und die Damen machen viele Dinge gemeinsam, das passt einfach“, so Memic.
Damit das auch so bleibt, schauen die Verantwortlichen bei potenziellen Neuzugängen auch ganz genau hin. „Es werden nur Spieler verpflichtet, die in dieses Gefüge passen“, sagt der Trainer – wohlwissend, dass sich gerade in Zeiten des sportlichen Erfolgs zahlreiche wechselwillige Akteure beim Verein selbst anbieten. Die Chancen, kurzfristig in die SVU-Familie aufgenommen zu werden, sind hierbei allerdings vergleichsweise gering, wie Memics Aussagen zu entnehmen ist. „Ein neuer Spieler muss uns sportlich weiterbringen“, sagt er. Und fügt hinzu: „Es muss eine Verstärkung sein, keine Ergänzung.“ Für die Defensive seien zwar ein, zwei Neue denkbar, „aber eher mit Blick auf die kommende Saison“.
Baumann geht nach Fehlheim
Im Klartext heißt das: Der erfolgreiche Kader der ersten Saisonhälfte genießt auch in der Rückrunde das Vertrauen des Trainerduos – mit wenigen Ausnahmen. Nachdem sich Chiebuka Johnson schon während der Hinrunde in den Karlsruher Raum verabschiedet hat, wird auch Kareem Baumann beim Start in die Wintervorbereitung am 22. Januar nicht mehr dabei sein. Der Außenverteidiger wechselt zum Ligakonkurrenten VfR Fehlheim, nachdem er beim SVU in der ersten Saisonhälfte vorrangig in der Kreisoberliga-Mannschaft zum Einsatz gekommen war.
Nicht zurückgreifen können Memic und Hammann bis auf Weiteres auf Torhüter Nico Umscheid, der sich eine Knieverletzung zugezogen hat. „Wir werden also nur noch mit zwei Keepern in die Rückrunde gehen“, sagt Memic.
Auswirkungen auf Memics persönlichen Wunschzettel haben diese drei Personalien aber nur bedingt. Ganz oben auf der Liste steht demnach der Wiederaufstieg in die Hessenliga, gefolgt von der Hoffnung, „dass wir von weiteren Verletzungen verschont bleiben“. Wunsch Nummer drei geht dann bereits über die laufende Saison hinaus: „Es wäre genial, wenn wir auch die Hessenliga rocken würden und uns dort nach dem Aufstieg etablieren könnten.“
Dalio Memic ist fürs Coaching an der Seitenlinie verantwortlich. Bild: Kathrin Oeldorf
Reichlich Grund zum Jubeln hatte der SV Unter-Flockenbach als unangefochtener Tabellenführer der Fußball-Verbandsliga in der Hinrunde. Bild: Fritz Kopetzky
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